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Marfan - Lexikon
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A
Abdomen
Bauch, Unterleib
abdominell
zum Bauch gehörend
ACE-Hemmer
Hemmstoffe des Angiotensin converting enzyme (Angiotensin umwandelndes Enzym) = blutdrucksenkendes Medikament (z.B. Captopril, Enalapril, Ramipril), kann bei Allergikern/Asthmatikern alternativ statt Betablockern eingesetzt werden
Affektion
einwirken, befallen; Befall durch eine Krankheit
Angiokardiographie
Darstellung des Herzens mit Röntgenkontrastmittel während einer Herzkatheteruntersuchung
Angiotensin
körpereigenes Enzym, das den Blutdruck regelt
Anterior
vorne, weiter vorne
Antihypertensiva
blutdrucksenkende Medikamente
Antihypertonika
blutdrucksenkende Medikamente
Antikoagulanzien
Gerinnungshemmende Substanzen, 'Blutverdünner', z.B. Marcumar, Heparin, oftmals nach Herz-/Gefäßoperationen, zur Thromboseprophylaxe und Klappenersatz
Aorta
Große Körperschlagader
Aorta abdominalis
Bauchaorta
Aorta ascendens
aufsteigende Aorta (von der Aortenklappe bis zum Beginn des Aortenbogens)
Aorta descendens
absteigende Aorta (unterhalb des Abgangs der linken Armarterie)
Aortenaneurysma
starke Erweiterung der Aorta
Aortenbogen
Der oberste Teil der Hauptschlagader, von dem die Gefäße zu den Armen und zum Kopf abgehen
Aortendiastolikum
gießendes Geräusch über der Aortenklappe, verursacht durch Blutrückfluß bei undichter Aortenklaappe
Aortendilatation
Erweiterung der Aorta
Aortendissektion
Aufspaltung der Aortenwand mit Bildung eines falschen Flusskanals
Aortendissektion
Aortenwandaufspaltung, Einreißen der Aortenwand
Aortenektasie
Kalibervergrößerung der Aorta
Aortenklappe
Klappe zwischen linker Herzkammer und Körperschlagader
Aortenklappeninsuffizienz
Schließunfähigkeit der Aortenklappe mit Ausfall ihrer Ventilfunktionen
Aortenklappenstenose
Angeborene oder erworbene Verengung der Aortenklappe mit Verringerung ihrer Öffnungsweite
Aortenruptur
Reißen der Aorta
Aortenstenose
Angeborene oder erworbene Einengung des aortalen Ausflusstrakts
Aortenstenose
Angeborene oder erworbene Verengung der Aorta
Aortenwurzel
Ursprungsteil der Körperschlagader
Aphakie
Fehlen der Augenlinse
Apnoe
Atemstillstand
Arachnodaktylie
'Spnnfingrigkeit'
Arterie
Schlagader, die Blut vom Herzen zu den Organen führt
Arthritis
Gelenkentzündung
Arthrose
chron. degenerative Gelenkerkrankung
Astigmatismus
nicht-punktuelle Abbildung durch das dioptrische (abbildende) System des Auges infolge Hornhautverkrümmung oder Linsenkrümmung
autochthonen
an Ort u. Stelle bzw. ohne äußere Einwirkung
Autosomen
nicht geschlechtsbestimmende Chromosomen
 
B
Beals-Hecht-Syndrom
syn. CCA-Syndrom: Congenitale kontrakturelle Arachnodaktylie
Belastungs-EKG
Ergometrie meist mittels eines Fahrradergometers mit gleichzeitiger Aufzeichnung eines EKG´s
Betablocker
Betarezeptorenblocker, Substanz, die die Wirkung von Sympathomimetike (Adrenalin) auf Organe vermindert, blutdrucksenkendes Medikament
Brackets
Zahnklammer, die fest installiert ist
Bradykardie
Verlangsamung der Herztätigkeit, zu langsamer Puls (unter 60 Schl./min.)
 
C
Calciumantagonisten
s. Kalziumantagonisten
Carvical
s. zervikal
Cerebral
auf das Gehirn bezogen
Chorionzottenbiopsie
Probenentnahme aus der Plazenta zur vorgeburtlichen Diagnostik
Chromosomen
Teile des Zellkerns, die die Gene enthalten
Ciliarkörper
s. Ziliarkörper
COBB-Winkel
Messung des Skoliosewinkels anhand der Wirbelsäulenaufnehme nach Ferguson-Risser oder Cobb
Compliance
Bereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken (z.B. Zuverlässigkeit bezüglich Heilmitteleinnahme = »Therapietreue«)
Composite graft
Operationsverfahren für die Aorta mit einem zusammengesetzten freien Transplantat
Computer-Tomographie
CT, bildgebendes (röntgonologisches) Schichtaufnahmeverfahren, das Weichteilstrukturen des Körpers auf einem Bildschirm darstellbar macht, indem es zum Bildaufbau einen Coputer einsetzt u. die Ergebnisse auf dem Computerbildschirm zeigt
Conduit
Künstliche gefäßartige Verbindung meist von einem Ventrikel zu einem Gefäß. Diese Implantate neigen zu Verkalkung und wachsen nicht mit. Es gibt sie mit und ohne Klappenprothesen bzw. als Homograft
Cornea
Hornhaut des Auges
cranial
s. kranial
CT
s. Computer-Tomographie
 
D
dexter
rechts
Diastole
unterer Wert bei der Blutdruckmessung, Funktionsphase des Herzens (Ruhe-, Erschöpfungsphase)
Differentialdiagnose
Methode der abgenzenden Diagnose zwischen Krankheiten mit ähnlichen Symptome
Dilatation
s. Aortendilatation
Dilichozephalie
schmaler Schädel
Dislokation
Verschiebung (z.B. der Augenlinsen, eines Wirbels etc.)
Dissektion
s. Aortendissektion
distal
vom Körper (Rumpf) weg; Gegenteil: proximal
DNA
Desoxyribonukleinsäure, Baustein der Gene
Dolichostenomelie
Langgliedrigkeit
dominant
sich durchsetzend
Doppler
Österreichischer Physiker, Christion Johann Doppler (1803-1853). Auf seinen Erkenntnissen über die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen beruht ein Untersuchungsprinzip. Der 'Doppler' ist meist in Echokardiographiegaräten integriert. Man kann damit Blutflußgeschwindigkeiten messen und dies bei entsprechender Ausrüstung des Geräts auch farbig darstellen (Farbdoppler)
dorsal
hinten, zum Rücken, am Rücken
Dura
harte Hirnhaut, umschließt das Gehirn und das Rückmark
Duraektasie
Ausweitung der harten Hirnhaut
 
E
Echokardiographie
Ultraschalldiagnostik des Herzens, auch als Farb-Doppler-Echokardiographie, wobei Blutströmung u. Morphologie gleichzeitig in einem farbkodierten zweidimensionalen Schnittbild dargestellt werden
Ehlers-Danlos-Syndrom
autosomal-dominant bzw. rezessiv u. X-chromosomal erbliche Synthese- und/oder Vernetzungsstörung mit typischen Haut- u. Geleksveränderungen, Überstreckbarkeit der Gelenke, Hypotonie der Muskulatur mit Osteoporose, Blutungen, Gefäßrupturen, Netzhautablösungen, Zysten, Fehlbildung der Arterienwände u.a.m. Histologisch findet man mangelhafte Verflechtung der straffen kollagenene Fasernetze. Das EDS kann trotz vielfältiger ähnlicher Merkmale eindeutig vom Marfan Syndrom differenziert werden
Ektopie
Angeborene Gewebs- oder Organverlagerung (s.a. Linsenektopie)
Ektopie lentis
Linsenektopie, vollständige oder teilweise Verlagerung der Linse
Elektrokardiographie
EKG, Abteilung und Aufzeichnung der Herzströme
Elongation
Verlängerung
Emphysemblase
aufgeblähte Lungenbläschen
Endokard
Innenhaut des Herzens
Endokarditis
Entzündung der Herzinnenhaut oder der Herzklappen
Entry
Eingang zum falschen Flusskanal einer Aortendissektion
Epikard
äußere Wandschicht des Herzens
Exon
Untereinheit eines Gens, enthält die Information zur Eiweißbildung
externus
außen, weiter außen
Extrasystole
zusätzlicher, unregelmäßiger Herzschlag
 
F
Faszie
aus elastischen und Bindegewebsfasern bestehende Hülle von Muskeln oder Organen
Fibrillen
sehr feine Fasern
Fibrillin
Eiweißbestandteil der Mikrofibrillen und der elastischen Fasern
Fusion
Verschmelzung
 
G
Gen
Erbfaktor, Träger von Erbinformation
Genese
Entstehung, Entwicklung
Genosomen
geschlechtsbestimmende Chromosomen
Genotyp
Summe aller Erbanlagen (Gene) eines Lebewesens
Gent(er) Nosologie
In der holländischen Stadt Gent wurden die diagnostischen Kriterien des Marfan Syndroms festgelegt
Gibbus
Buckel
 
H
Habitus
Äußeres, Aussehen, Konstitution, Körperbautyp, Besonderheiten im äußeren Erscheinungsbild, die Rückschlüsse auf Krankheiten erlauben
Halo
Rundung, Hof
Haloextension
Orthopädische Hilfsmittel zur Streckung der Wirbelsäule, auch ggf. vor entsprechenden Operationen
Hämodynamisch
auf den Blutdruck auswirkend, den Blutfluß betreffend
Herzinsuffizienz
Herzschwäche bei unzureichender Pumpkraft
Histologie
Lehre von den Geweben des Körpers
Homograft
Menschliches Aortenwurzeltransplantat mit Herzklappe. Ähnlich Conduits sind dies Gefäße, welche meist zwischen einer Kammer und einem Gefäß eingepflanzt werden. Homografts können verkalken und wachsen nicht mit
Hypermetropie
Weitsichtigkeit
 
I
idiopathisch
selbständig, von sich aus entstanden
implizieren
mit einbeziehen, einschließen, zur Folge haben, mit sich bringen
indizieren
auf Grund einer Diagnose eine bestimmte Behandlung angezeigt erscheinen lassen
Induktion
wiss. Methode, die von beobachteten Einzelfällen auf das Allgemeine schließt oder allgemeine Regeln oder Gesetzmäßigkeiten ableitet
initiieren
anregen, veranlassen
injizieren
einspritzen von Flüssigkeiten oder Medikamenten in einen Organismus
Innervation
nervale Versorgung von Körpergeweben und Organen
INR
International Normalized Ratio, Meßwert zur Blutgerinnung
interdisziplinär
mehrere Disziplinen umfassend, flächenübergreifend, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen betreffend
interior
unten, weiter unten
internus
innen, weiter innen
Intima
innere Haut der Gefäße
Intron
Untereinheit eines Gens, ohne Information zur Eiweißbildung
Intubation
Einführen eines Schlauche in die Luftröhre für die künstliche Beatmung
invasiv
Eingreifen; die Herzkatheteruntersuchung gehört zur invasiven, das EKG oder der Herzultraschall zur nicht-invasiven Diagnostik
Ischämie
verminderte oder unterbrochene Durchblutung eines Organs
isometrisch
Muskelanspannung ohne Bewegung
isoton
Muskelanspannung mit Bewegung
Isthmus
verengte Stelle, Engpass, schmale Verbindung
 
J
 
K
Kalziumantagonisten/Kalziumblocker
Substanzen, die die Wirkung von Kalzium hemmen; blutdrucksenkendes Medikament, Wirkungsweise jedoch anders als bei Betablockern, Vorteil: auch für Asthmatiker geeignet
Kardiologie
umfaßt Diagnostik und Behandlung der Herz- und Kreislauferkrankungen
Katheter
Röhrchen, das durch natürliche Körperöffnungen eingeführt wird und der Entleerung, Spülung oder Untersuchung von Hohlorganen dient
kaudal
unten, weiter unten
Kernspin(resonanz)tomographie
MRT; nichtinvasives bildgebendes Diagnoseverfahren (Schnittbildverfahren) unter Nutzung eines Magnetfeldes hoher Feldstärke und Radiowellen von geringer Intensität
Koagulation
Zusammenballung, Gerinnung
Kollagen
Gerüsteiweiß in Haut und Knochen
kollagene Fasern
Fasern in faserigem Bindegewebe, Knorpel-, Knochengewebe u. Zahnbein als geformter Teil der Interzellularsubstanz; bestehen aus 'zusammengekitteten' Kollagen-haltigen Fibrillen
Kompression
Zusammenpressung, Verdichtung, Abdrücken
Kongenital
angeboren, ererbt
konkav
nach innen gewölbt
Konsolidierung
Festigung, Sicherung
konvex
nach außen gewölbt
koronar
die Herzkranzgefäße betreffend, von ihnen ausgehend
Korsett
auf einen fest angepaßten Beckenkorb aufgebauter miederartiger Rumpfapparat (evtl. mit Kopf- u. Armstützen) zur Ruhigstellung, Entlastung, Abstützung oder Korrektur einer Wirbelsäulendeformität (v.a. Skoliose, Kyphose)
kranial
oben, weiter oben
Kyphose
rückwärts gerichtete (=dorsal-kovexe) Krümmung der Wirbelsäule
 
L
Latenz
Verborgenheit einer Krankheit, Unerkanntheit, Verbogensein von Krankheitssymptomen
lateral
von der Mitte weg
Letalität
Sterblichkeit, Sterbewahrscheinlichkeit
linkskonvex
nach links gewölbt
Linsenluxation
Vollständige Verlagerung der Linse, s.a. Subluxation
Liquor
Gehirn-Rückmark-Flüssigkeit, dient dem Schutz des zentralen Nervensystems vor mechanische Verformung u. dem schnellen Druckausgleich im Liquorsystem
Lokalisation
Lagebestimmung eines Krankheitsherdes, Begrenzung der Ausbreitung einer Krankheit auf eine Region oder einen Körperteil
Lordose
nach vorn gerichtete (=ventral-konvexe) Krümmung der Wirbelsäule
Lumbalgie
'Kreuzschmerzen'
Lumen
Flusskanal (wahres, falsches)
Luxation
s. Linsenluxation
Lyse
Lösung, Auflösung
 
M
Malarhypoplasie
Unterentwicklung der Wangenknochen
Marfan Syndrom
Genetische, dominant vererbbare Bindegewebserkrankung, benannt nach dem franz. Kinderarzt Marfan, der dieses Syndrom vor über 100 Jahren als erster beschrieb - Merkmale s. Marfan-Spectrum: 'Das Marfan Syndrom'
Media
mittlere Arterien- (Aorten.)wandschicht
medial
zum Mitte hin
Mediastinum
mittlerer Brustraum, zwischen den Lungen, enthält Herz, Gefäße sowie Speise- und Luftröhre
Meningozele
Ausstülpung der harten Hirnhaut durch einen Wirbelspalt
Mikrofibrillen
kleinste Fasern
Minifestation
Erkennbarwerden von Krankheitssyymptomen
Mitralklappe
zweizipflige Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Kammer
Mitralklappeninsuffizienz
Schließunfähigkeit der Mitralklappe mit Ausfall ihrer Ventilfunktion
Mitralklappenprolaps
Anlagestörung der Mitralklaappe mit einer untypischen Beweglichkeit der Klappensegel, gelegentlich mit Herzrhythmusstörungen und eventuelle Undichtigkeit der Klappe kombiniert, dann als MKP-Syndrom bezeichnet
Mitralklappenstenose
Verengung der Mitralklappe mit Verringerung ihrer Öffnungsweite
Mobilität
Beweglichkeit
Morbidität
Krankheitsstand, Erkrankungshäufigkeit, Verhältnis der kranken zur gesunden Bevölkerung
Morphologie
Lehre von der Körper- (Organ-)Form u. Körperstruktur
Morphologie
Lehre von d. Körper-(Organ-)Form u. Körperstruktur
Mortalität
Sterblichkeitsrate, Anzahl der Todesfälle in einer untersuchten Gruppe
MRT
Magnetresonanztomographie, s. Kerzspin(resonanz)tomographie
Muskeltonus
Muskelanspannung
Mutation
Plötzliche Veränderung eines Gens, die zu einem abweichenden, vererbbaren Merkmal führt
Myokard
Mittlere Herzwandschicht
Myopie
Kurzsichtigkeit
 
N
N.
Abkürzung für Nervus (Nerv)
N. recurrens
Stimmbandnerv, N. laryngealis recurrens, motor.-sensibler Ast des N. vagus; umschlingt rechts die Schlüsselbeinarterie, links den Aortenbogen; steigt in der Rinne zwischen Luft- u. Speiseröhre rückläufig auf; für fast alle Kehlkopfmuskeln zuständig
N. vagus
Hauptnerv des parasympathischen (vegetativen) Nervensystems
neonatal
beim Neugeborenen vorhanden
Nervus
Nerv, Abk.: N.
Nosologie
systematische Beschreibung von Krankheiten
 
O
Obstruktion
Verschluß, Verstopfung
Okklusion
Verschluß
Ophtalmologie
Augenheilkunde
Orthesen
stützende und ausgleichende Prothese
Osteo-
Knochen-
Osteochondrose
defekte Bandscheiben
Osteosynthes
operative Vereinigung reponierter Knochenfragmente (z.B. nach Bruch, Osteotomie) durch Verschrauben, Nageln, Plattenanlagerung etc.
Osteotomie
Knochendurchtrennung
Osteporose
Krankheit der Knochen, deren Dichte abnimmt
 
P
Paraplegie
Lähmung beider Beine
Parästhesien
subjektives Missempfinden, z.B. Kribbeln oder taubes, mit schmerzkomponente brennendes Gefühl; Sensibilitätsstörung
paravertebral
neben einem Wirbel, neben der Wirbelsäule gelegen
Parese
leichte, unvollständige Lähmung, Schwäche eines Muskels oder einer Muskelgruppe
paroxysmal
plötzlich einsetzend und plötzlich endend
Pectus
Brust
pektoral
den Bereich der Brust betreffend
Peri-
um, herum, über
Peritoneum
Bauchfell, dünne Membran, die den Bauchraum auskleidet
Pes metatarsovalgus
Knick-Senk-Spreizfuß
Pes planus
Plattfuß
Pes valgus
Knickfuß
Phänotyp
Gesamtheit des Erscheinungsbildes eines Individuums, das durch Genotyp und Umwelteinflüsse bedingt ist
Physiotherapie
Heilbehandlung mit naturgegebenen Mitteln (Wasser, Wärme, Luft, Licht) auch Bezeichnung für Krankengymnatik
Pleura
Lungenfell; Membran, die den Brustraum auskleidet und die Lungen überzieht. Zwischen der Brustwand und der Lunge entsteht so der Pleuraraum, in dem normalerweise ein Unterdruck herrscht
Pleuralspalt
Spalt zwischen Lunge und Brustwand
Pneumothorax
Zusammenfallen der Lunge, beim Eindringen von Luft in den Pleuralspalt
post-
nach, hinter, später
posterior
hinten, weiter hinten
postoperativ
nach einer Operation (auftretend), ihr folgend
prae-, prä-
vor, voraus, vorher
Präkordium
Teil der Brustwand vor dem Herzen
präoperativ
vor einer Operation, ihr vorausgehend
Prävention
Verhütung, Vorbeugung
Progredienz/progredient
Verschlimmerung einer Krankheit, fortschreitend
Prolaps
'Vorfall' eines Gewebes oder Organs aus seiner natürlichen Lage durch eine physiologische oder pathologische Öffnung (z.B. Mitralklappenprolaps, Bandscheibenvorfall etc.)
Prophylaxe
Vorbeugung, vorbeugende Maßnahmen
Protrusio acetabuli
Die Protrusio acetabuli bedeutet die Vorwölbung der Hüftpfanne in das kleine Becken, meist bedingt durch eine verminderte mechanische Belastbarkeit des Pfannenbodens. Diese Erkrankung kann angeboren oder erworben sein. Bei letzterer Form spricht man auch von 'sekundarer Protrusion' auf dem Boden einer Grunderkrankung wie z.B. der rheumatoiden Arthritis oder eben dem Marfan-Syndrom.
proximal
zum Körper (Rumpf) hin; Gegenteil: distal
Pulmonalklappe
Klappe an der Lungenschlagader, welche zwischen rechter Kammer und Lungenschlagader liegt
Pulmonalklappeninsuffizienz
Undichtigkeit an der Klappe der Lungenschlagader. Das Leck verursacht einen Blutstrom rückwärts aus der Lungenschlagader zur rechten Kammer
Pulmonalklappenstenose
verengte Klappe zur Lungenschlagader
 
Q
Quickwert
Messwert zur Bestimmung der Blutgerinnung
 
R
rechtskonvex
nach recht gewölbt
Rehabilitation
Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eines Kranken und Wiedereingliederung
Rekonvaleszenz
Genesung, Zeitraum der Genesung
Rekurrenslähmung
ein- oder beidseitige, vollständige oder teilweise Stimmbandlähmung infolge Schädigung des Nervus recurrens, z.B. infolge unbeabsichtigter Durchtrennung bei Aortenoperationen, als Druckeffekt durch Aortenaneurysma
reponierbare
wegdrückbare (Vorwölbung)
Resektion
Entfernung
Respirator
Beatmungsgerät, welches auf einer Intensivstation zur künstlichen Beatmung von Patienten eingesetzt wird
Restriktion
Beschränkung, Einschränkung
Retina
Netzhaut
rezessiv
sich nicht durchsetzend, untergeordnet
rezidiv
Rückfall
rezidivierend
in Abständen wieder auftretend
Ruptur
s. Aortenruptur
 
S
sagittal
parallel zur Mittellinie
sakral
das Kreuzbein betreffend, zu ihm gehörend
Schluckecho
Transösophageale Echokardiographie; Ultraschalluntersuchung des Herzens und der Gefäße mittels in die Speiseröhre geführte Sonde
Sedierung
Ruhigstellung mit Hilfe eines Medikaments (Tropfen, Tabletten, Zäpfchen, Spritze)
Segment
Abschnitt, Teilstück
sinister
links
Sklera
Lederhaut des Auges
Skoliose
Seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule
Sonographie
Untersuchungsmethode mittels Ultraschall
Spinalkanal
der von den Wirbellöchern gebildete Rückenmarks-, Spinal- oder Wirbelkanal enthält das Rückenmark u. dessen Häute
Spondylodese
operative Wirbelsäulenversteifung
Spondylolistis
Wirbelgleiten
Stabsichtigkeit
s. Astigmatismus
Stagnation
Stillstand, Stockung
Stenose
angeborene oder erworbene Verengung, Enge, Einengung v. Hohlorganen oder Gefäßen
Stent
ummanteltes, röhrenförmiges Gittergeflecht, das mittels eines Herzkatheters zum Beispiel in ein Herzkranzgefäß eingebracht werden kann zur Stabilisation der Aortenwände
Sternotomie
Längsdurchtrennung des Brustbeins
Sternum
Brustbein
Strabismus
Schielen
Striae
Dehnungsstreifen der Haut
sukzessiv
nach und nach, allmählich
Sulcus ciliaris
Rinne des Strahlenkörpers
superior
oben, weiter oben
suprakoronar
oberhalb der Herzkranzgefäße
Symptom
Krankheitszeichen
Syndrom
Gruppe von Krankheitszeichen, die gemeinsam auftreten
Synkope
anfallsartige, kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Ohnmacht) in Folge Minderdurchblutung des Gehirns
Systole
oberer Wert bei der Blutdruckmessung, Funktionsphase des Herzens (Arbeits- und Kontraktionsphase)
 
T
Tachykardie
zu schneller Puls (über 90 Schl./min.)
TEE
transösophageale Echokardiographie, Ultraschalluntersuchung des Herzens mittels einer Sonde durch die Speiseröhre
Thrombose
Verengung oder Verschluß eines Blutgefäßes durch eine Blutverklumpung
TIA
transitorische ischämische Attacken, Vorboten für einen Schlaganfall, die sich vollständig wieder zurückbilden
transitorisch
vorübergehend, nicht dauernd, kurzfristig
Transkription
Transport von kopierter Erbinformation aus dem Zellkern in Zellplasma
Translation
Produktion von Eiweißketten im Zellplasma anhand der kopierten Erbinformation
transösophageal
durch die Speiseröhre
Trikuspidalklappe
Klappe zwischen rechter Vorkammer und rechter Kammer
TTE
transthorakale Echokardiographie, Ultraschalluntersuchung des Herzens von außen
Typ-A-Dissektion
Dissektion der aufsteigenden Aorta (A. ascendens) und evtl. der absteigenden Aorta
Typ-B-Dissektion
Dissektion der absteigenden Aorta (A. descendens)
 
U
 
V
vaskulär
zum Gefäßssystem gehörend
vasopressorisch
gefäßdruckregelnd
Vene
Blutgefäße, die das Blut zum Herzen hin führen
ventral
vorn, zum Bauch hin, am Bauch
Ventrikel
eine der beiden unteren Kammern des Herzens; das rechte Ventrikel pumpt Blut in die Lunge, und das linke Ventrikel pumpt mit Sauerstoff angereichertes Blut zurück in den Körper
vertebral
einen Wirbel betreffend, zu ihm gehörend, von ihm ausgehend
Virulenz
ansteckende Phase einer Krankheit, Fähigkeit zur Ansteckung (Marfan ist nicht ansteckend! :-))
Visus
das Sehen, Sehschärfe, der Gesichtssinn
Vitrektomie
Entfernung des Glaskörpers
 
W
 
X
 
Y
 
Z
zervikal
den Nacken/Hals betreffend
Ziliarkörper
Strahlenkörper des Auges, Aufhängeapparat der Augenlinse
Zonulafasern
Fasern, an denen die Linse im Auge aufgehängt ist

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